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Ernst Theis

Wissenschaft/Lehre

Wissenschaft

Ernst Theis' jüngste Arbeit ist die historische Neubewertung der Geschichte des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker. Eine ausführlich Recherche im Verlauf des Jahres 2015 förderte Erkenntnisse zu Tage, die bislang vollkommen unbekannt waren. Die Wiener Philharmoniker präsentierten sie im Rahmen der Pressekonferenz zum Neujahrskonzert 2016 am 27. Dezember 2015. Ernst Theis zeigte damit auf, dass Forschung im Kunstbereich unter Anwendung entsprechender kunstorientierter Kriterien Ergebnisse zu Tage fördert, die ein Kunstprojekt völlig anders dastehen lassen können, wie in diesem Fall das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, als wenn wissenschaftliche, nicht künstlerische Fachbereiche sich damit beschäftigen und dabei alle künstlerischen Kriterien aussparen. Damit dringt Ernst Theis tief in die Fragestellung ein, wie Forschung in der Kunst stattfinden soll. Eine viel gestellte und noch nicht beantwortete Frage.
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Ernst Theis' musiksoziologische Beschäftigung umfasst die Bereiche Medientheorie und die Wirkung der medialen Welt auf die Gesellschaft im Allgemeinen und auf die Kultur- und den Musikbereich im Besonderen. Seit seinem Studium am Institut für Musiksoziologie an der Universität für Musik und darstellenden Kunst Wien hat er sich viele Einblicke in die Prozesse unserer medialen Welt und Hinweise auf die kulturellen Notwendigkeiten, wie diesen Entwicklungen sowohl im Kunstproduktions- wie auch im Kunstausbildungsbereich geeignet begegnet werden könnte, verschafft. Er ist deshalb bereits für verschiede Institutionen zu einem gefragten Ansprechpartner zu einschlägigen Themen geworden. Beispielsweise lud ihn die Firma IBM Austria zu Vorträgen zum Thema Kollektiv und Individuum – Struktur und Kreativität auf ihre Betriebsjahreshauptversammlung ein. Ein weiteres Thema ist Orchester/Theater/Management, über das er an der Donau-Universität Krems sprach.
 
Zeit seiner Karriere beschäftigen Ernst Theis Themen, die nicht nur im Bereich der Interpretation von Musik allein angesiedelt sind. Im Bereich Wissenschaft sind dies die Beschäftigung mit Zeitgenössischer Musik, mit RadioMusiken oder auch Interpretationszugänge im Bereich Strauss/Offenbach. Besonders die Arbeit am Projekt RadioMusiken, die auch mit musikalischen und musikstrukturellen Entwicklungen aus der Beginnzeit des Rundfunkwesen im Zusammenhang steht, förderte bei ihm Fragen zu musikalischen Entwicklungen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zutage, die für ihn bis heute Auswirkungen auf die Musikbranchne haben. Bereits während der letzten Jahre seiner Tätigkeit als Chefdirigent in Dresden inskribierte er für ein Doktoratsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, um diesen Fragen wissenschaftlich zu begegnen. Diese Form des Zugangs bringt ihm auch die Möglichkeit, sich auch jenseits der rein künstlerischen Arbeit zu seinen Themen zu artikulieren. So ist er immer öfter Interviewpartner zu seinen Fachbereichen, im Februar 2014 publizierte er in der renommierten österreichischen Theater-Fachzeitschrift BÜHNE einen Artikel mit dem Titel Wie die Töne fliegen lernten, der in Musikerkreisen viel Aufmerksamkeit auf sich zog.
Wie die Töne fliegen lernten - BÜHNE, Februar 2014
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Seine Beschäftigung mit den diversen Strömungen der zeitgenössischen Musik der vergangenen fünfundzwanzig Jahre verschaffte ihm einen umfassenden Überblick über das gegenwärtige Schaffen der Komponisten des E-Musikbereichs. Antworten auf seine vielen Fragen zur aktuellen Lage der Kunstmusik findet er dabei aber nur in Ansätzen. Dabei entwickelte er durchaus einen kritischen Blick auf die Avantgarde-Szene der Musik, obwohl er in seiner praktischen Arbeit, seit seiner künstlerischen Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik nach 1990, keiner speziellen musikalischen zeitgenössischen Ästhetik den Vorzug gab. Vielmehr findet er bis heute ein solches Vorgehen für künstlerisch unvereinbar und hemmend für die Entwicklung der Musik. Für ihn ist die Darstellung der zeitgenössischen Gegenwartskunst gleichsam eine künstlerische Verpflichtung. Dabei ist ihm der Rahmen, die Locations dafür unbedeutend. Ob es kleine Säle Wiener Konzerthäuser sind, oder große, überall hinterlässt er die Spuren seiner persönlichen Beschäftigung mit den zeitgenössischen Strömungen. Sein Repertoire in diesem Bereich spricht hier für sich. Am Rande sei erwähnt, dass er Preisträger des Dirigentenwettbewerbs der Darmstädter Ferienkurse 1996 unter dem Vorsitz von Peter Eötvös ist und schon damals seine Fähigkeiten, mit schwierigen Werken umzugehen, international unter Beweis stellte - im Rahmen des Abschlusskonzerts des Wettbewerbs dirigierte er Stockhausens Mixturen gemeinsam mit Peter Eötvös.
 
Die Grundlage für seine Auseinandersetzung mit neuer Musik bildete ein Ensemble namens Österreichische Kammersymhoniker, das er 1990 gründete und mit dem er eine Unzahl an Uraufführungen realisierte. Im Bewusstsein, dass ein derartiger Name für die Avantgarde-Szene eine Provokation darstellen musste, war der scheinbar reaktionäre Name seines Ensembles für ihn durchaus Programm. Ihm ging es nicht um vordergründiges Modernsein, sondern um die Entwicklung eines Verständnisses für Musik und ihre Entwicklungsphasen bis in die Gegenwart von innen heraus. Auf der Suche nach dem Wesen der Musik, seiner Wirkung und seiner Gegenwartsformen entstehen die Diskrepanzen, die ihn bis heute beschäftigen. So ist auch zu verstehen, dass für ihn nicht die Namensgebung für ein Ensemble das Kriterium für Authentizität im Umgang mit neuer Musik sein kann. Sein markiger Spruch: „Es gibt nur gute und schlechte Musiker und von den guten interessieren sich halt viele nicht für Zeitgenössische Musik, die sollte man besser zu Projekten mit neuer Musik nicht einladen...“ machte ihn durchaus nicht zum Liebling der Avantgarde, auch mancher Etablierter nicht. Wie sonst kann der einzige österreichische Dirigent, der jemals einen Wettbewerb für zeitgenössische Musik (Darmstadt 1996) gewinnen konnte, in der österreichischen Advandgardeszene nicht vorkommt.
Es zeigt aber, welche Fragen er sich tatsächlich stellt. Für ihn ist es die musikalische Hochbegabung, sei es nun instrumentalistische, oder die kompositorische, die in Symbiose mit einer großen Neugier für das Neue, Selbstdisziplin, Toleranz und einem festen Stand bei zeitgenössischem Gegenwind der Musik den Weg in die Gegenwart weist. Dafür nimmt er auch die Ablehnung in gewissen Zusammenhängen in Kauf.
 
Aus dieser Haltung entstehen seine Fragen nach den Gründen der Abwehrhaltung gegenüber der Neuen Musik bei so vielen Musikern, nach dem Wesen der zeitgenössischen Musik, danach, ob jemand überhaupt recht haben kann, wenn er/sie eine Bewertung zur zeitgenössischen Musik formuliert, nach den Konsequenzen, wenn man heilige zeitgenössische Kühe schlachtet oder - mästet, nach den Möglichkeiten, Wege des Verständnisses und Wege der Rezeption von Musik der Zukunft zu finden – Rezeption(?) - also für ein Publikum...?
 
Sein Ensemble, mit dem er von 1990 bis 2003 arbeitete, setzte sich konsequenterweise ausschließlich nicht aus Spezialisten für neue Musik zusammen, sondern aus Musikern, die im bürgerlichen Beruf in Orchestern ihr Einkommen verdienten, die aber ein großes Interesse an zeitgenössischen Musikströmungen hatten und für die die Beschäftigung damit durchaus einen Ausgleich zu den ewig gleichen Werken des gängigen Repertoires darstellten. Es war ein Gegenkonzept zum damaligen Mainstream, allerdings hat es nicht zu dem Ziel geführt, das Ernst Theis sich erhoffte. Im Gegenteil, sein Projekt existiert heute nicht mehr. Ist er deshalb gescheitert?
 
Er empfindet dies nicht. Seine Antwort war die Distanz, aber nicht aus Ärger, sondern um sich zu sammeln, um einen neuen Zugang zur Neuen Musik zu finden. Als Dirigent vielseitig und auch mit den Jahren durchaus Anerkennung findend, arbeitete er in der Folge viel im gängigen Repertoire und entschloss sich schlussendlich, das Amt des Chefdirigenten der Staatsoperette Dresden anzunehmen. Seine Anstrengungen für die Zeitgenössische Musik beschränkte er zu großen Teilen in den Bereich der Lehre an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Mehr dazu unter Lehre.
 
Wie es seinem künstlerischen Naturell entspricht, findet er auch an einem Haus wie der Staatsoperette Dresden seinen Weg der musikalischen Bewusstseinserweiterung. Projekte wie Der unbekannte Johann Strauss und Der deutsche Offenbach entstehen. Ganz unerwartet aber auch ein Projekt, das man gerade an einem derartigen Haus nicht vermuten würde – Das Projekt RadioMusiken.
 
Hier findet Ernst Theis zu seinen Wurzeln zurück. Schon in den 1990er Jahren hat er sich mit seinem Ensemble mit RadioMusiken beschäftigt. Eine vierteilige CD-Serie, die er für cantate/musicaphon produzierte, enthält bereits einige Werke, die ihren Ursprung als Auftrag eines Radiosenders haben. Mit dem Projekt RadioMusiken findet er auch jene Partner, die er benötigt um sein Potential als Künstler in diesem Bereich ausleben zu können. Dr. Steffen Lieberwirth, damals Musikchef bei MDR Figaro und Dr. Jens-Uwe Völmecke, Mitarbeiter beim WDR und beim MDR, etablieren das Projekt RadioMusiken ungewöhnlicherweise nicht bei einem der deutschen Rundfunksender, sondern an der Staatsoperette Dresden, wo der mit Musik dieser Epoche erfahrene Chefdirigent Ernst Theis mit seinem Orchester die Grundlagen bereits gelegt hatten, ein derartiges Projekt umsetzen zu können. Später stößt Uwe Schneider hinzu, eigentlich Mediendramaturg der Staatsoperette Dresden und persönlicher Referent des Intendanten, vertieft er sich gemeinsam mit Ernst Theis in das Projekt RadioMusiken und bildet das dramaturgische Bindeglied zwischen Staatsoperette Dresden und dem Mitteldeutschen Rundfunk.
 
Ernst Theis hat aber bereits seit geraumer Zeit einen Weg beschritten, der in Künstlerkreisen nicht selten unvereinbar ist. Jenen der Wissenschaft. Die umfangreichen Recherchen für das Projekt und die intensive Beschäftigung mit den zahllosen Stilen, die im RadioMusiken-Projektzeitraum 1923 bis 1933 zu finden sind, veranlassen ihn, eine Dissertation mit dem Thema Musik für das Medium Radio in Angriff zu nehmen. Sie befindet sich derzeit im letzten Drittel der Erarbeitungsphase. Trotz der Doppelbelastung als Universitätslehrender und Chefidirigent eines deutschen Musiktheaters in den Jahren 2003 bis 2009 geht er engagiert an die Arbeit, löst sich aber 2009 aus seiner Lehrtätigkeit heraus, um sich vollkommen auf die Aufgaben in Dresden und seiner Dissertation zu konzentrieren. Seine Themen sind, wie schon seit vielen Jahren: Was geschah um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert wirklich? Ein brisantes Thema, heikel wie kaum ein anderes in der Kulturpolitik, kann die Antwort doch Verschiedenstes zu Tage fördern. Vielleicht, dass Schönberg vollkommen recht hatte, oder auch vollkommen unrecht – ein Sakrileg, eine Chance, eine Ungerechtigkeit, eine Notwendigkeit... Wer weiß es? Auch Ernst Theis nicht. Wertfrei versucht Ernst Theis seine Gedanken im Zuge der Arbeit an seiner Dissertation zu sortieren und findet immer neue für seine Arbeit wichtige Themen. Immer mehr ist es: Die Neurobiologie und die neurobiologischen Wirkungen von Musik auf das menschliche zentrale Nervensystem, was ihn beschäftigt – nicht gerade ein Thema eines Dirigenten, aber ein Unerlässliches für Ernst Theis.

Lehre

Eine wichtige Frage, die Ernst Zeit über sein ganzes Berufsleben begleitet, ist jene nach der geeigneten Form Musik zu lehren. Schon als Studierender arbeitet er an der Musikschule Korneuburg und stößt dort auf die ersten Unvereinbarkeiten zwischen Musik, Pädagogik, Spaß am Musikzieren und der Ernsthaftigkeit der Bedeutung kultureller Bildung für Jugendliche aus gesellschaftlicher Sicht. Bereits im Alter von 25 Jahren vertraut ihm die Leitung des damaligen Konservatoriums der Stadt Wien eine Klasse des zentralen künstlerischen Fachs Schlagwerk an. Ernst Theis verlässt die Musikschule, schließt ein Jahr nach seinem Konzertfachdiplom sein pädagogisches Studium als Instrumentallehrer ab, und entschließt sich, am Musiksoziologischen Institut der damaligen Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst weiter zu studieren. Dieses Studium beendet er mit einem Magister artium. Parallel dazu beschäftigt er sich mit dem Dirigieren. Othmar Suitner ist hier sein erster Ratgeber. Die Beschäftigung mit soziologischen Themen ist bis heute ein wichtiges Thema für ihn. Auch seine Dissertation mit dem Thema Musik für das Medium Radio schreibt er am selben Institut der heutigen Musikuniversität Wien.
 
Seine Arbeit am Konservatorium führte schlussendlich dazu, dass eine ganze Reihe seiner Studierenden heute in den wichtigsten Österreichischen Orchestern tätig sind. Sein Hang zur inhaltlichen Arbeit mit einem deutlichen Zug der Weiterentwicklung des Ausbildungssystems vom bloßen Spezialistentum zu umfassend ausgebildeten Instrumentalisten tritt immer deutlicher zu Tage. Diese inhaltliche Arbeit führte dazu, dass er von den Lehrenden der Abteilung 4 Blasinstrumente und Schlagwerk 1996 zum Abteilungsleiter der besagten Abteilung gewählt wurde. Mit dieser Erweiterung seiner Kompetenzen ging ein verstärktes inhaltliches Arbeiten Hand in Hand. Auf vielen Ebenen entwickelte er Strukturen, welche die Lehre an der Abteilung 4 im Bereich Zentrales künstlerisches Fach effizienter und zielorientierter machte.
 
Sein besonderes Interesse an zeitgenössischer Musik findet auch in seiner Lehrtätigkeit seinen Niederschlag und war Anstoß für die Implementierung der Praktischen Übung Solistenensemble, aus dem sich später das Praktikum Modern entwickelte. Es handelt sich dabei um ein Ergänzungsfach für neuere und zeitgenössische Musik.
 
Trotz seines Engagements in Dresden wurde Ernst Theis von der Leitung Konservatoriums gebeten, an der Vorbereitungsarbeiten für die Akkreditierung des Konservatoriums Wien zur Privatuniversität mitzuarbeiten. Zusammen mit seiner Studienkommission entwickelte er Inhalte, welche für die Akkreditierung, wie sich zeigen sollte, von wesentlicher Bedeutung waren. Exemplarisch sei hier die Entwicklung des Fächerkomplexes Angewandte Musiktheorie benannt. In diesem Bereich, welcher in den Studienplan des Masterstudiums sowohl des Instrumentalstudiums als auch des im Herbst 2008 akkreditierten Master of Arts Education (MAE) integriert ist, werden praktische und theoretische Inhalte in inhaltlicher Abstimmung gelehrt. Für Ernst Theis ist es ein Schritt zur Institutionalisierung seiner Vorstellung eines umfassenden Lehrprofils, bei dem das ständige Ineinanderfließen von theoretischen und praktischen Inhalten zu einem erweiterten und vertieften Verständnis der Musik bei den Studierenden führen sollten mit dem Ziel, eine Grundlage für selbstständiges Erarbeiten von musikalischen Werken jenseits des Erarbeitens des Notentextes zu bilden. Einer seiner geflügelten Sprüche in diesem Zusammenhang ist: Ich will, dass die Musiker wissen, wovon sie spielen. Nicht alle verstehen, was er damit meint, manche entwickeln Befindlichkeiten, aber einige wichtige Begleiter seiner Arbeit verstehen genau. Es werden jene sein, die als Mitglieder der Studienkommission der Abteilung 4 mit ihm gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Akkreditierung des Konservatoriums zur Privatuniversität leisten werden.
 
In der Folge implementiert Ernst Theis das Projekt composers in residence in den Aktivitätenbereich des Konservatoriums. Dieses Projekt sieht die persönliche Zusammenarbeit von Studierenden mit Komponisten und die Realisierung von seitens des Konservatoriums vergebenen Kompositionsaufträgen vor. Sein Beurteilungssystem für künstlerische Leistungen an Kunstuniversitäten, das auf unterschiedlichen Beurteilungskriterien künstlerischer und struktureller Natur besteht, wird im Zusammenhang mit der Akkreditierung des Konservatoriums zu Privatuniversität von besonderer Relevanz sein. Die von Ernst Theis initiierten (Zitat - Akkreditierungsrat der Republik Österreich) offensichtlichen Zielsetzungen, Kompetenzorientierung und Modelle der Abteilungen Bläser und Schlagwerk... [sind] von den Gutachtern als am vollständigsten, aktuellsten, fortschrittlichsten und zukunftsorientiertesten zum Maßstab für viele andere Abteilungen [gesehen geworden] (Zitat Ende).
 
Als Abteilungsleiter unbefristet, verzichtete Ernst Theis im Zuge der Akkreditierung zugunsten der Universitätswerdung des Konservatoriums auf seine Unbefristung und stellte so unter Beweis, dass er zugunsten innovativer Entwicklungen auch bereit ist, auf persönliche Privilegien zu verzichten. Nach erfolgter Akkreditierung des Konservatoriums zur Privatuniversität durchlief er, wie es die neue Satzung der KWU vorsieht, ein Evaluierungsverfahren unter Einbeziehung externer Gutachter. In der Folge wurde er für die neu errichtete Universität als Abteilungsvorstand berufen.
 
2009 schied Ernst Theis als Universitätslehrender aus der Konservatorium Wien Privatuniversität zugunsten seiner künstlerischen Arbeit und seiner Arbeit an seiner Dissertation aus. Seine Beschäftigung mit Fragen der Ausbildung von Künstlern und der Kunstvermittlung im Allgemeinen ist aber nach wie vor nicht abgeschlossen. Vielleicht führt in sein Weg auch wieder an eine Universität. Im Sinne des umfassenden Kunstverständnisses, das Ernst Theis für sich formuliert hat, sollte dies ein logischer Schritt sein.

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Im Interview: Ernst Theis

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